Obst und Gemüse sind sicher

Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sichere Lebensmittel, sie wollen Lebensmittel, die ihre Gesundheit nicht gefährden. Fragt man Verbraucher nach den größten Risiken bei Lebensmitteln, so nennen sie an erster Stelle Rückstände und Kontaminanten, gefolgt von mikrobiologischen Risiken und falschem Ernährungsverhalten. Betrachtet man dagegen das tatsächliche Auftreten von Krankheiten mit einem Bezug zu Lebensmitteln, zeigt sich eine andere Reihenfolge: An erster Stelle steht das falsche Ernährungsverhalten, gefolgt von mikrobiologischen Risiken und erst dann kommen Rückstände und Kontaminanten. Offensichtlich entspricht die Wahrnehmung der Verbraucher nicht den tatsächlichen Risiken - sofern diese überhaupt vorhanden sind.

Für viele Verbraucher ist allein die Tatsache, dass in einem Lebensmittel bereits Pflanzenschutzmittelrückstände nachgewiesen wurden, Grund zur Besorgnis. „Verbraucher neigen dazu, die Bedeutung von Pestizidrückständen zu überschätzen und dafür echte Gefahren zu vernachlässigen“, so Professor Michael Petz, Lebensmittelchemiker an der Universität Wuppertal.

Verstärkt wird diese Wahrnehmung durch oft reißerisch aufgemachte Berichte über Rückstände bei Obst- und Gemüsesorten. Aufgrund eigener, zum Teil willkürlich gesetzter Grenzwerte, die weit unter den von Wissenschaft und Politik festgelegten Grenzwerten liegen, wird eine bestimmte Obst- oder Gemüsesorte dann mit „ungenügend“ bewertet. Dass alle gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen eingehalten wurden, erfährt der Verbraucher – wenn überhaupt – nur am Rande

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat im November 2007 erneut bestätigt, dass beim Verzehr von Obst und Gemüse der gesundheitliche Nutzen höher ist als das mögliche Risiko, zum Beispiel durch eventuelle Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Sie widerspricht damit Berichten, nach denen zum Beispiel bestimmte Obst- und Gemüsesorten durch besonders hohe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln belastet sind und deshalb nicht verzehrt werden sollten.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung spricht im November 2007 davon, dass es sich in vielen Fällen um gefühlte, aber keineswegs wissenschaftlich begründete Risiken handele.

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